Sie war noch ein Kind, als sie nach einer langen und beschwerlichen Reise im Westen ankam. Als Jugendliche veröffentlichte sie bereits ihre ersten Gedichte und einige Jahre später arbeitete sie als Journalistin und Bibliothekarin. Sie war Mitte dreißig, als sie ihren wohl größten Fan kennen lernte: einen kleinen, wissbegierigen Jungen aus schlechten Verhältnissen. Zwanzig Jahre später war aus dem lesehungrigen Bengel ein berühmter Schriftsteller geworden. Einige Ausschnitte eines Briefes an seine Angebetete verdeutlichen die "Beziehung" der beiden zueinander:
"...Wissen Sie, Sie waren die Erste, die mich zur Auswahl meiner Bücher beglückwünschte. Zu Hause machte sich niemand darüber Gedanken, welche Bücher ich las... eines Tages, in der Bücherei.... Sie nahmen das Buch und drückten Ihren Stempel hinein. Und als Sie es mir wieder gaben, da lobten Sie mich dafür, dass ich derartige Bücher las.... Wenn Sie nur wüssten, wie stolz mich Ihre Worte machten.... Ich habe Sie angebetet wie eine Göttin. Ich wusste nicht, dass Sie eine Dichterin waren... ich hatte Ehrfurcht vor Ihnen - große Ehrfurcht.... Keine Frau hat mich je so beeinflusst wie Sie. Ich war nur ein kleiner Bursche..."
Wer weiß, was aus dem Jungen ohne Bücher und ohne diese Frau geworden wäre. Vielleicht wäre er der kriminelle Herumtreiber geblieben, der er einst war. Sein Leben jedenfalls war sehr bewegt und alles andere als geradlinig - selbst die Umstände seine Todes sind bis heute nicht restlos geklärt.
Die Frau, die ihn einstmals so beeindruckte, überlebte ihn um etliche Jahre. In welchem Jahr wurde sie geboren?